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Online-Recht: Rechtsprobleme kommerzieller Websites deutscher Unternehmen
Kapitel 3 - Probleme der Website-Gestaltung.

Kapitelübersicht


3.2 Gestaltungselemente von Webseiten.



Einführung

Verantwortung für Hyperlinks

Inline-Linking

Frames




Einführung

Der umgangssprachlich häufig fälschlicherweise dem Internet gleichgesetzte Internet-Dienst World Wide Web (WWW) basiert auf HTML, der Hypertext Markup Language, einer Dokumentenauszeichungs-Sprache, die von entsprechenden Programmen (Browser) gelesen und am Bildschirm dargestellt wird. Eine HTML-Datei besteht aus ASCII-Text und kann um aktive Elemente erweitert werden, die z.B. aus JavaScripts, Java- oder ActiveX-Applets bestehen. Die Einbindung von Bildern erfolgt durch die bloße Einbindung eines Hinweises auf die Quelldatei des zu integrierenden Bildes, nicht jedoch des Bildes selbst.

Dies stellt deutlich die Besonderheit von HTML heraus, auf der der Erfolg des World Wide Web beruht: Dateien werden nicht mehr durch das Durchlaufen einer Baumstruktur (wie vom Dateimanager oder Explorer des lokalen Rechners bekannt) angesprochen, sondern durch exakte Benennung des Fundortes der einzelnen Datei. Damit ist es jedem Laien sehr schnell möglich, gezielt die "verlinkten" Quellen aufzurufen und im Browser darstellen zu können, ohne auf die Baumstrukturen und Verzweigungen achten zu müssen. Wie die Bilder können durch "Hypertext Reference Links" (kurz: Links) auch andere Dokumente aufgerufen und im Browser dargestellt werden, auf Wunsch lokal gespeichert und mit lokaler Software weiterverarbeitet werden. Als einfachste Form werden Links im Fließtext, die zum Aufruf einer anderen Datei dienen, üblicherweise in einer Kontrastfarbe und unterstrichen dargestellt.

Links sind eine "conditio sine qua non" des World Wide Web. Durch sie erfolgt die Verbindung der Webseiten innerhalb einer Website, aber auch zwischen verschiedenen Websites. Die heutige Anwendung dieses Dienstes im Internet beruht auf der einfachen Möglichkeit, die im Internet seit Ende der 60er Jahre gesammelten wissenschaftlichen und unterhaltsamen Inhalte durch Querverweise in einen auch für einen computertechnischen Laien anwendbaren Zusammenhang zu setzen und damit nutzbar zu machen. Wer eine Seite ins WWW stellte, übergab sie damit automatisch der Öffentlichkeit, und letztlich führte jeder Link, der auf diese Seite verwies, zu einer zunehmenden Bekanntheit der Seite; dies war durchaus im Sinne des Publizierenden. Ohne den Wunsch, die eigene Webseite der Öffentlichkeit zu präsentieren, gibt es schließlich keinen Grund, eine Webseite zu publizieren - und damit kann die Einrichtung eines Links auf die eigene Seite geradezu als gewünscht und beabsichtigt unterstellt werden.

Rechtsprobleme ergaben sich erst mit der verstärkten Nutzung des WWW ab etwa 1995 durch Werbetreibende und Unternehmen, die eine größere Kontrolle ihrer öffentlichen Präsenz wünschten.




3.2.1 Verantwortung für Hyperlinks.


© 1998-2002 Ulrich Werner